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Armut ab den 1990er-Jahren

Der Wohlstand in Österreich wird größer und dennoch sind Menschen von Armut betroffen oder armutsgefährdet.

In den 1990er-Jahren stellt sich Armut anders dar als in der Nachkriegszeit. Trotz besserer Wirtschaftslage, höherer Einkommen und umfassenderer sozialer Absicherung gibt es sie noch. Alleinerziehende, MindestpensionistInnen, Langzeitarbeitslose, kinderreiche Familien, Asylsuchende oder Familien mit Migrationshintergrund gehören zu jenen, die am steigenden Wohlstand der österreichischen Bevölkerung nicht ausreichend beteiligt und armutsgefährdet sind.

Auch heute sind die Risikogruppen ähnlich. Die Zahl der nach Definition der Europäischen Union (EU) armuts- oder ausgrenzungsgefährdeten Menschen ist jedoch zwischen 2008 und 2016 um 157.000 Menschen von 20,6 auf 18 % der Bevölkerung gesunken. Langzeitarbeitslose, die 12 oder mehr Monate keine bezahlte Beschäftigung haben, sind besonders gefährdet. Doch auch Personen mit einem Arbeitsplatz können armutsgefährdet sein: „8,3 % der Erwerbstätigen gelten als Working Poor“.

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