Nobelpreisträgerinnen aus Österreich

Elfriede Jelinek ist bisher die einzige Österreicherin, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet ist. Die aus Böhmen stammende Bertha von Suttner erhält während der „Donaumonarchie“ ebenfalls einen Nobelpreis.

2004 erhält Elfriede Jelinek den Literaturnobelpreis. Politische und gesellschaftliche Problemlagen sind zentral für die Arbeit der österreichischen Schriftstellerin. Sie hat sich immer wieder mit der jüngeren Geschichte Österreichs befasst und aktuelle Themen aufgegriffen (beispielsweise Texte über Flüchtlinge). Jelinek ist die einzige Österreicherin, die bisher einen Nobelpreis erhalten hat.

Die Pazifistin und Schriftstellerin Bertha von Suttner (1843-1914) ist ebenfalls mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. Da sie aus Böhmen (Staatsgebiet des heutigen Tschechiens) stammt, das zu der Zeit der Preisverleihung Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn („Donaumonarchie“) ist, wird sie oft als Österreicherin gezählt.
„Die Waffen nieder!“ ist ein bekannter Antikriegsroman von ihr. Für ihr Lebenswerk wird Suttner 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Lise Meitner (1878-1968) ist 1906 die zweite Frau, die ein Physikstudium an der Universität Wien absolviert. 1924 bis 1965 erhielt sie insgesamt 48 Nominierungen für einen Nobelpreis (Chemie und Physik).
Erhalten hat den Nobelpreis für Chemie Otto Hahn 1944. Dem Chemiker gelang 1938 die erste Kernspaltung, an der Lise Meitner durch briefliche Anregungen maßgeblich beteiligt war.

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