[zum Inhalt springen]

Finanzkrise, Hypo-Skandal und Hypotopia

Unvorstellbare hohe Geldsummen werden während der Krise weltweit zur Rettung von Banken aufgewendet. Auch die Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria 2009 fällt in diese Zeit.

Die durch die US-amerikanische Immobilienkrise 2007 ausgelöste Banken- und Finanzkrise entwickelt sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt in vielen Staaten der Welt erheblich und Regierungen wenden unvorstellbar hohe Summen auf, um Finanzunternehmen vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten und weitere negative wirtschaftliche Folgen zu verringern. Eine Massenarbeitslosigkeit wie während der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre hat in Österreich selbst während dem Höhepunkt der Krise 2008/2009 verhindert werden können.

Der Finanzskandal rund um den österreichischen Bankkonzern „Hypo Alpe Adria“ fällt auch in diese Zeit. Einflussnahme der Kärntner Landesregierung, fragwürdige Geschäfte und Fehlinvestitionen führen die Hypo Alpe Adria an den Rand der Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit). 2009 wird die Bank von der österreichischen Regierung notverstaatlicht. Bei einer Notverstaatlichung wird das Unternehmen zum Staatseigentum, um eine Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Nach Prognosen könnte der Hypo-Skandal der steuerzahlenden Bevölkerung bis zu 19 Milliarden Euro kosten. Studierende der TU Wien wollen mit ihrem Projekt „Hypotopia“ diese enorme Geldsumme vorstellbar machen. Das Ergebnis des „Milliarden-Stadt-Projekts“: Ein begehbares Modell einer fiktiven Stadt (s. Foto), die mit den 19 Milliarden Euro hätte finanziert werden können.

Zurück Zurück