Politikverdrossenheit

Unter Politikverdrossenheit versteht man, dass manche Menschen genug von Politik haben. Sie sind enttäuscht oder verärgert und deshalb nicht (mehr) sehr an Politik interessiert. Es gibt viele Vorwürfe an die Politik und Vorurteile über Politiker und Politikerinnen: Sie würden nur streiten und auf den eigenen Vorteil achten, hinter den Kulissen würden faule Kompromisse erarbeitet, und überhaupt hätten sie den Kontakt zur restlichen Bevölkerung aus den Augen verloren. Diese Einschätzung führt dazu, dass Politikverdrossenheit entsteht. Allerdings ist das häufiger Verdrossenheit gegenüber PolitikerInnen als mit Politik an sich.
Wie in allen Bereichen der Gesellschaft gibt es auch unter PolitikerInnen solche, die ihre Arbeit nicht gut machen. Sie sind Menschen mit all ihren Vorzügen und Fehlern. Dazu kommt, dass manche Medien hauptsächlich die Schattenseiten und Misserfolge von Politik betonen. Tatsächlich gibt es aber in der Politik sehr viele Menschen, die hart arbeiten und denen die Anliegen der Bevölkerung am Herzen liegen. Viele Politiker und Politikerinnen üben eine politische Tätigkeit zudem als Ehrenamt aus, d.h., sie bekommen keine Entlohnung für ihre Arbeit in der Politik (v.a. in der Gemeindepolitik).