Politische Partei

Politische Parteien sind Vereinigungen von Menschen mit ähnlichen politischen Zielen. Sie haben im Wesentlichen drei Aufgaben. Parteien wählen jene Personen aus, die in ihrem Namen in Parlamenten und anderen Institutionen sitzen und dort Entscheidungen treffen. Sie rekrutieren das Personal. Deshalb nennt man dies Rekrutierungsfunktion. Parteien haben daneben die Aufgabe, verschiedene Interessen zu sammeln und dann weiterzuleiten, damit diese Interessen in der Politik berücksichtigt werden können und damit Entscheidungen getroffen werden. Sammeln bzw. anhäufen heißt auf Lateinisch aggregare, deshalb nennt man dies Aggregationsfunktion. Schließlich haben Parteien noch eine weitere Aufgabe: Sie sollen dafür sorgen, dass Macht und Herrschaft in einem Staat rechtmäßig ausgeübt werden und dass die politische Ordnung akzeptiert wird. Sie legitimieren die Machtausübung – deshalb nennt man das Legitimationsfunktion.
Der Großteil der politischen Parteien (bzw. der Vorgänger der heutigen politischen Parteien) ist im 19. Jahrhundert entstanden. Die Wurzeln von SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs), ÖVP (Österreichische Volkspartei) und FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) gehen in diese Zeit zurück (sie hatten damals aber noch andere Parteinamen). Die Grünen sind eine relativ junge Partei – Grünparteien entstanden in vielen europäischen Ländern in den 1970er- und 1980er-Jahren (in Österreich kamen die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat). Das BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) ist erst 2005 durch eine Abspaltung von der FPÖ entstanden.
In Österreich ist es vergleichsweise einfach, eine politische Partei zu gründen. Die Statuten der Partei müssen beim Bundesministerium für Inneres hinterlegt werden, und die Ziele dürfen nicht gegen die österreichische Verfassung gerichtet sein. Dementsprechend gab (und gibt) es immer wieder Klein- und Kleinstparteien, die oftmals gar nicht zu einer Wahl antreten oder rasch wieder von der Bildfläche verschwinden (die Österreichische Patriotische Union erreichte bei der Nationalratswahl 1949 keine einzige Stimme; die Parlamentarische Vertretung der Wahlverhinderten, Nichtwähler und ungültigen Stimmen in Österreich kam 1956 auf ganze 7 Stimmen).

Parteifarben
Politische Parteien verwenden für ihre öffentlichen Auftritte Farben und Symbole. Diese können von Staat zu Staat verschieden sein. Ob Plakat, Logo oder eine Pressekonferenz, die jeweilige Parteifarbe dominiert für gewöhnlich das Erscheinungsbild. Auch in Cartoons oder dem Internet dienen die Farbzuordnungen der Wiedererkennung. In Österreich benützen die im Nationalrat vertretenen Parteien folgende Farben:
SPÖ: Rot
ÖVP: Schwarz
Die Grünen: Grün
FPÖ: Blau
BZÖ: Orange
Sehr gebräuchlich ist auch die Bezeichnung von Regierungskoalitionen mittels Parteifarben (rot-schwarze Koalition, schwarz-grüne Koalition usw.)
Bei wichtigen und feierlichen Ereignissen tragen Politiker und Politikerinnen manchmal spezielle Parteisymbole. Bei der konstituierenden Sitzung des Nationalrats am 28. Oktober 2008 trugen die Abgeordneten der SPÖ rote Rosen, jene der ÖVP weiße Rosen und die der FPÖ Kornblumen.

Parteien und ihre Jungparteien

Bündnis Zukunft Österreich: www.bzoe.at -
Generation Zukunft Österreich: www.gzoe.at

Die Grünen: www.gruene.at -
Grünalternative Jugend: www.gaj.at

Freiheitliche Partei Österreichs: www.fpoe.at -
Ring Freiheitlicher Jugend: www.rfj.at

Österreichische Volkspartei: www.oevp.at -
Junge ÖVP: www.junge.oevp.at

Sozialdemokratische Partei Österreichs: www.spoe.at -
Sozialistische Jugend Österreich: www.sjoe.at -
Junge Generation in der SPÖ: www.jg.spoe.at



www.wahlkabine.at
Anhand von Fragen zu politischen Themen kann man in der „Wahlkabine“ die eigene Meinung mit den Standpunkten der im Nationalrat oder in den Landtagen vertretenen Parteien vergleichen.


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