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Kriegsende in Europa

Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg. An diesem Tag treffen in Niederösterreich russische und amerikanische Militärs aufeinander. In der Steiermark können Bergmänner wenige Tage zuvor wertvolle Kunstwerke retten.

Russische und amerikanische Militärangehörige treffen zu Kriegsende in Österreich aufeinander: In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 schütteln sich in Erlauf (Niederösterreich) der US-amerikanische General Stanley Reinhart und der sowjetische General Dmitri Dritschkin die Hände (s. Foto). Gemeinsam feiern sie die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und „den um 00:01 Uhr in Kraft tretenden Waffenstillstand“. Der Krieg in Europa ist damit beendet.

In den letzten Kriegswochen ordnet das Naziregime Gewaltexzesse und Morde an – die sogenannten Endphaseverbrechen. Viele Österreicher und Österreicherinnen beteiligen sich an diesen Gräueltaten. Ein Beispiel ist die „Kremser Hasenjagd“: Im April 1938 verfolgen und ermorden NS-Einheiten zuvor freigelassene (großteils politische) Häftlinge des Zuchthauses Stein in Niederösterreich.

Vereinzelt werden kurz vor Kriegsende waghalsige Taten vollbracht: In der Steiermark können Bergmänner die von NS-Gauleiter August Eigruber befohlene Sprengung der im Salzbergwerk Altaussee gelagerten Kunstwerke (u.a. von Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Dürer) am 5. Mai 1945 verhindern. Die Arbeiter des Bergwerks riskieren dabei ihr Leben, um die Kunstschätze zu retten und ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Der Gesamtwert der im Bergwerk vom NS-Regime zusammengetragenen und gestohlenen Kulturgüter wird nach dem Krieg auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt.

Der 8. Mai ist als Tag der Befreiung ein wichtiger Gedenktag in vielen Ländern Europas. In Erlauf selbst organisiert die Gemeinde seit 1965 Gedenkfeiern. „Vodka, Whisky und Veltliner“ ist das Motto der ersten Feier.

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