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„Ein Carepaket zu bekommen war fast wie Weihnachten“

Nach dem Krieg ist Österreich auf die Unterstützung anderer Länder angewiesen.

In der Nachkriegszeit herrscht große Armut in Österreich. Viele Menschen sind unterernährt – Kinder trifft es besonders hart. Die Vereinigten Staaten (USA) helfen in dieser Notlage nicht nur mit dem staatlichen Marshallplan (1948-1953), sondern auch mittels einer privaten Hilfsorganisation: CARE (Cooperative for American Remittances to Europe) will die Armut und Not in Europa bekämpfen. Am 25. Juli 1946 werden Bundespräsident Karl Renner symbolisch die ersten zehn Carepakete übergeben.
Über eine Million dieser Hilfspakete werden bis 1955 in Österreich verteilt. Sie enthalten u.a. Fleisch, Getreideprodukte, Honig, Dörrobst, Früchte, Marmelade, Pudding, Gemüse, Zucker, Schokolade, Decken, Wollstoff, Kondensmilch und auch Zigaretten.

Um der Unterversorgung der Kinder entgegenzuwirken, gibt es außerdem sogenannte Kinderlandverschickungen: Man bringt Stadtkinder in ländliche Gebiete, in denen die Versorgung mit Lebensmittel etwas besser ist. Zusätzlich werden österreichische Kinder ab November 1945 zunächst in die Schweiz und später auch in andere europäische Staaten (u.a. Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Norwegen, Niederlande) geschickt.
Kinderlandverschickungen während des Zweiten Weltkriegs hingegen waren wegen der Gefahr durch Bomben und Kriegshandlungen notwendig.

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