Welt-Pfadfindertreffen und US-amerikanische Kulturimporte

Vom 3. bis 13. August 1951 findet das siebente Welt-Pfadfindertreffen in Bad Ischl (Oberösterreich, US-Zone) statt. Es nehmen 20.000 Pfadfinder aus 42 Staaten teil.

In- und ausländische Persönlichkeiten besuchen im August 1951 die Boy Scouts in Bad Ischl (Oberösterreich, US-Zone). Erst 1983 können auch Mädchen aus gemischten Verbänden an den Jamborees (Welt-Pfadfindertreffen) teilnehmen.
Am letzten Tag des siebenten Welt-Pfadfindertreffens sind rund 40.000 BesucherInnen zu Gast.

Bei der Eröffnung ist der Hochkommissar der US-amerikanischen Besatzungsmacht, Walter J. Donnelly, anwesend. In Pfadfinderuniform führt Johannes Figl, der Sohn des österreichischen Bundeskanzlers Leopold Figl, den Sohn Donellys durch die Zeltstadt. Der Auftakt zur Freizeitveranstaltung wird damit auch zu einer politischen Veranstaltung (gemacht).

Das United States Information Service (USIS) ist bei dem großen Event ebenfalls dabei. Dessen professionelle Medienarbeit dominiert die Berichterstattung der Nachkriegszeit. Die Vereinigten Staaten (USA) scheinen in dieser Hinsicht den sowjetischen Besatzern überlegen zu sein. 

In der Nachkriegszeit kommt die österreichische Bevölkerung zunehmend mit dem American Way of Life in Kontakt. Der Einfluss des „Westens“ wird immer deutlicher und geht einher mit einer antikommunistischen Grundstimmung. Technischer Fortschritt, wie moderne Küchen- und Haushaltsgeräte, und die Kulturimporte Jazz und Rockmusik gelten als Ausdruck des Aufbruchs.

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