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Marshallplan und Wirtschaftsaufschwung

Der Marshallplan, das European Recovery Program (ERP), läuft 1953 aus. Mit seiner Unterstützung gelingt Österreich der wirtschaftliche Aufschwung.

In der Nachkriegszeit leiden die Menschen unter Lebensmittelknappheit, Armut und hoher Arbeitslosigkeit. Mit dem Marshallplan verbessert sich die Situation. Österreich bezieht seit der Vertragsunterzeichnung mit den Vereinigten Staaten (USA) am 2. Juli 1948 Hilfslieferungen im Wert von rund 960 Millionen Dollar.
Nicht nur Lebensmittelhilfe, sondern vor allem die Förderung einer eigenständigen Wirtschaft und Industrie ist von großer Bedeutung. So wird etwa eine Entwässerungsanlage unterstützt, die eine landwirtschaftliche Nutzung von Sumpfwiesen im Gailtal (Kärnten) möglich machen soll (s. Foto). Dieses Projekt ist nur eines von vielen Beispielen.

Der Marshallplan verhilft vor allem Städten und Industriegebieten zu wirtschaftlichem Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg („Goldene Fünfzigerjahre“). Auch Wohlstand und Einkommen der Einzelnen erhöhen sich. Der Abstand zwischen Arm und Reich bleibt aber weiterhin bestehen.
In ländlichen Gebieten sowie in der – noch kaum technisierten – Landwirtschaft werden die Auswirkungen des Marshallplans nur langsam spürbar. Teure Modernisierungen und Arbeitskräftemangel (durch Abwanderungen in die Städte) verzögern die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung.

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