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Mailüfterl und österreichische Luftfahrtgesellschaft

Computertechnik und Linienflugverkehr werden in Österreich Ende der 1950er-Jahre vorangetrieben.

„Wenn es auch nicht die rasante Rechengeschwindigkeit amerikanischer Modelle erreichen kann, die ‚Wirbelwind‘ oder ‚Taifun‘ heißen, so wird es doch für ein Wiener ‚Mailüfterl‘ reichen.“ (Heinz Zemanek)

„Mailüfterl“ heißt im Wienerischen der Wind, der im Mai durch die Stadt bläst. Heinz Zemanek von der Technischen Universität Wien und sein Team bauen von 1956 bis 1958 an einem „Binär dezimalen Volltransistor-Rechenautomat“, dem sie diesen Namen geben. Der Transistorrechner ist weltweit einer der ersten Computer, die nicht mehr mit Elektronenröhren arbeiten. Stattdessen werden kleinere und in der Herstellung günstigere Transistoren verwendet. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Fortschritt für die Computertechnik.
Seit 1974 steht das „Mailüfterl“ im Technischen Museum Wien (s. Foto).

Am 31. März 1958 findet der erste Flug der Austrian Airlines statt. Der Jungfernflug der neuen Fluglinie geht vom Flughafen Wien-Schwechat aus nach London. Es ist der Start für einen regelmäßigen Linienflugverkehr. Vorerst werden nur Ziele in Europa angeflogen (Frankfurt, Paris, Rom, Stuttgart, Warschau, Zürich).
Erst der Staatsvertrag von Wien 1955 ermöglichte die Betriebsaufnahme: Österreich erhielt damals wieder Hoheit über den eigenen Luftraum.

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