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Wirtschaftswunder am Küchentisch

Die Heimarbeit in Vorarlberg ist in den 1960er-Jahren ein wichtiger Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung.

In Vorarlberg kommt es in der Nachkriegszeit zum wirtschaftlichen Aufschwung u.a. wegen der Zunahme des Fremdenverkehrs und der Beliebtheit des Standortes als ländliche Industrieregion. Die Folge ist ein Arbeitskräftemangel. Abhilfe schafft die Einbindung von Heimarbeiterinnen in die (industrielle) Produktion.

Speziell im Bregenzerwald ist Heimarbeit von etwa 1960 bis 1990 als Produktionsform für Wirtschaft und Industrie von großer Bedeutung. Produktionsfelder sind Näharbeiten, Stickereien, Spielwarenproduktion, Lötarbeiten oder die Herstellung von Haushaltsartikeln aus Plastik (s. Abbildung). Die Heimarbeit wird teils mit Unterstützung aus dem privaten Umfeld (Freundinnen, Familie, Nachbarinnen) bewerkstelligt (s. Foto).

Ab den 1960er-Jahren werden Beschäftigte aus dem Ausland angeworben. Mit Unterstützung dieser „Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen“ kann dem Arbeitskräftemangel ebenfalls entgegengewirkt werden.
Neben Wien hat Vorarlberg von allen Bundesländern den relativ höchsten Anteil an MigrantInnen.

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