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Zeitgeschichte- und Sexkoffer

1980 bis 1988 werden die Medienkoffer „Österreichische Zeitgeschichte“ als Unterrichtsbehelfe in den Schulen verteilt. 1989 sorgt der „Sexkoffer“ für heftige Diskussionen.

Medienkoffer unterstützen mit unterschiedlichen Materialen (Folien, Plakate, Dokumente, Filme, Zeitungen, Fachliteratur usw.) den Unterricht in den Schulen.
Mit dem Zeitgeschichtekoffer werden Lehrpersonen über den aktuellen Forschungsstand und neue Möglichkeiten für den Geschichteunterricht informiert. Die insgesamt vier Medienkoffer decken die österreichische Zeitgeschichte von 1918 bis 1987 ab. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen den Inhalt zusammen.
Das Unterrichtsministerium bringt den ersten Medienkoffer 1980 heraus. Er behandelt die NS-Zeit, den Staatsvertrag von Wien und das Thema „Widerstand und Verfolgung“.
Im zweiten Koffer befindet sich die neunteilige Fernsehserie „Zeitgeschichte im Aufriß“ in Videokassettenform. Auch Tonbandkassetten werden als Unterrichtsbehelf angeboten. Der vierte und letzte Medienkoffer erscheint 1988.

Später wird der sogenannte „Sexkoffer“ an den Schulen verteilt. Die verkürzte Bezeichnung „Sexkoffer“ ist missverständlich. Denn er ist tatsächlich ein Medienkoffer für Sexualerziehung. 1989 sorgt der neue Unterrichtsbehelf für teils heftige Kritik von manchen Medien, KirchenvertreterInnen und Elternverbänden.

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