Picknick mit weitreichenden Folgen

Der Zusammenbruch des „Ostblocks“ ist das Ergebnis verschiedener politischer Entwicklungen und bedeutet für Österreich eine „Rückkehr in die Mitte Europas“

Der Fall der Berliner Mauer im November ist eines von vielen Ereignissen im „Wendejahr“ 1989. Schon am 2. Mai entfernt Ungarn den Eisernen Vorhang – einer der Schritte zur Öffnung des „Ostblocks“. „Montagsgebete“, Botschaftsbesetzungen und andere Protestformen sowie Reiseerleichterungen und Reformen gehören zum vielschichtigen Bild der großen Veränderungen. 

Am 19. August 1989 steht Österreich für kurze Zeit im Zentrum des Geschehens: An der ungarisch-österreichischen Grenze nahe der Stadt Sopron (Ungarn) und dem burgenländischen St. Margarethen findet das Paneuropäische Picknick statt. Dieses führt zur ersten Massenflucht von Staatsangehörigen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Die nicht geplanten Grenzübertritte haben für viele Menschen vorerst noch ungewisse Folgen. Heute gibt es an dieser Stelle Denkmäler und Gedenkfeiern.

Auch anderswo auf der Welt gibt es 1989 Auflehnung gegen staatliche Willkür und Unterdrückung – wie das Massaker auf dem Tian’anmen-Platz (Platz am Tor des Himmlischen Friedens) in Peking (China) im Juni. Bekannt ist das Bild, auf dem sich ein friedlicher Demonstrant einem Panzer in den Weg stellt.

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