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Bildung und Kultur in schwieriger Zeit

1920 wird in Salzburg die Idee für Festspiele in die Tat umgesetzt.
Sowohl in der Kultur als auch im Bildungsbereich gibt es wichtige Fortschritte.

Die Aufführung des „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal am 22. August 1920 auf dem Salzburger Domplatz ist der Beginn der Salzburger Festspiele.  Für manche Menschen ist der Besuch der Festspiele eine Ablenkung in der schwierigen Nachkriegszeit.

Nicht nur in Salzburg entfaltet sich das kulturelle Leben neu. In Wien werden u.a. Theatervorstellungen, Konzerte und Chorveranstaltungen gefördert. Sie sollen ein breites Publikum ansprechen. Eine bedeutende Rolle spielt die sogenannte Kleinkunst, also darstellende Kunst, die mit kleiner Besetzung und wenig Ausstattung auskommt. Eine verbreitete Form ist Kabarett. Es setzt sich mit Humor und Satire kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinander. Das 1912 gegründete Kabarett Simpl in Wien z.B. konnte sich auch nach dem Krieg wieder über viele Gäste freuen.

1919/1920 wird die Wiener Schulreform durch den Pädagogen und Politiker Otto Glöckel (1874-1935) vorangetrieben. Im Mittelpunkt steht das Ziel, gleiche Bildungschancen für alle zu schaffen. Glöckel wollte eine gemeinsame Schule für alle bis zum 14. Lebensjahr. Die international beachtete Schulreform gilt als eines der bedeutendsten Reformprojekte Österreichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zusätzlich zur Schulreform werden im Roten Wien der Ersten Republik Kindergärten und Horte errichtet. Und für Erwachsene wird das Volksbildungswesen ausgebaut. Damit wird Bildung und Kultur möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht und die schulische Bildung ergänzt.

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