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Die letzten Wahlen

Anfang der 1930er-Jahre gibt es die letzten Wahlen der Ersten Republik.

Am 9. November 1930 findet die vierte und letzte Nationalratswahl in der Ersten Republik statt. Auf den Plakaten der wahlkämpfenden Parteien wird vor allem versucht, den politischen Gegner in ein schlechtes Licht zu rücken (s. Abbildung).
Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) erhält bei der Wahl die meisten der abgegebenen Stimmen. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) erreicht mit 3 % verhältnismäßig wenige Stimmen (rund 112.000). Zu wenig, um in den Nationalrat einzuziehen.
Mit über 90 % Wahlbeteiligung wird bei den Nationalratswahlen 1930 ein Rekord erreicht.
Nach Koalitionsverhandlungen bildet die Christlichsoziale Partei (CSP) zusammen mit deutschnational ausgerichteten Parteien erneut eine Regierung.

Am 24. April 1932 finden noch Landtagswahlen in Wien, Niederösterreich und Salzburg statt. Bei diesen letzten Landtagswahlen der Ersten Republik gibt es deutliche Stimmengewinne für die NSDAP. Bei der Gemeinderatswahl in Innsbruck am 23. April 1933 ist sie mit 41 % der gültigen Stimmen sogar die stärkste Partei.

Insgesamt spitzt sich die politische Situation Anfang der 1930er-Jahre zu. Die NSDAP verübt ab 1933 immer öfter Attentate und Sprengstoffanschläge. Im Juni 1933 wird die Partei österreichweit vom austrofaschistischen Regime verboten.

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