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Widerstand kann vieles sein

Trotz breiter Zustimmung, die der Nationalsozialismus mit und nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich erfährt, gibt es auch Widerstand gegen das NS-Regime

Roman Karl Scholz ist ein Vertreter des katholisch-konservativen Widerstands. Seine „Österreichische Freiheitsbewegung“ will die Bevölkerung u.a. mit Flugblatt-Aktionen über den Nationalsozialismus aufklären. Der Priester und Religionslehrer versucht auch, mit anderen konservativen Widerstandsgruppen in Kontakt zu treten. Im Juli 1940 wird Scholz verhaftet und 1944 im Wiener Landesgericht hingerichtet.

Mit Fortschreiten des Kriegs gibt es weitere Formen des Widerstands. 1944 taucht das Zeichen O5 als Symbol des Widerstands gegen die NS-Herrschaft in Wien auf.

Auch auf dem Land gibt es Widerstand: Im Salzkammergut beispielsweise durch die Untergrundgruppe „Willy-Fred“ mit ihrem Organisator und ehemaligen Spanienkämpfer Sepp Plieseis. Als Basis von Willy-Fred dient der „Igel“, ein selbsterrichteter Unterschlupf im Toten Gebirge (s. Abbildung) für Deserteure und Verfolgte. Ebenso im Salzkammergut ansässig ist Resi Pesendorfer. Sie gehört einem Frauennetzwerk des Widerstands an.
In Kärnten sind slowenische Partisanen und Partisaninnen aktiv. Sie waren letztlich die bedeutendste organisierte und bewaffnet kämpfende Widerstandsgruppierung gegen die NS-Diktatur in Österreich. 

„Flüsterwitze“ sind eine andere Ausdrucksform des Widerstands: Selbst Witze sind wegen des „Heimtücke-Gesetzes“ eine gefährliche Angelegenheit und können sogar die Todesstrafe zur Folge haben, ebenso wie das Hören von „Feindsendern“ (ausländischen Radiosendern) oder das Verstecken von verfolgten Menschen.

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