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Judenwanderung

Im Sommer 1947 findet die sogenannte Judenwanderung statt.

Ungefähr 5.000 überwiegend osteuropäischen Jüdinnen und Juden gelingt im Sommer 1947 von Salzburg aus die Überquerung der Krimmler Tauern nach Südtirol. Dieser Weg ist für viele die einzige Möglichkeit, um die Hafenstadt Genua in Italien zu erreichen. Die u.a. wegen antisemitischer Ausschreitungen Flüchtenden wollen per Schiff von Italien aus Palästina erreichen. Sie hoffen, dort eine neue und friedliche Heimat zu finden. Zum Gedenken an die sogenannte Judenwanderung findet seit 2007 jedes Jahr die Friedenswanderung „Alpine Peace Crossing“ vom Krimmler Tauernhaus (Salzburg) nach Kasern (Südtirol) statt.

Viele der Nachkriegsflüchtlinge sind Displaced Persons: Rund 10 Millionen Menschen befinden sich nach dem Krieg nicht in ihren Heimatländern, sind auf der Flucht oder haben keine Dokumente. Darunter ausländische ZwangsarbeiterInnen, aus ihren Heimatländern vertriebene Menschen sowie Überlebende der Konzentrationslager. Die daraus entstehenden Flüchtlingsströme führen zu einer der größten Bevölkerungsbewegungen der Neuzeit.

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