Die staatsbürgerliche Erziehung der Jugend

Zum Schulschluss 1949 macht das Unterrichtsministerium den Erlass „Staatsbürgerliche Erziehung“ bekannt. Patriotismus ist oberstes Ziel.

Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Krieg hatten verheerende Auswirkungen auf die politische Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Im Unterricht prägten antidemokratische Traditionen, widerspruchslose Einordnung und „Rassenlehre“, wie und was unterrichtet wurde.

Neben dem wirtschaftlichen und baulichen Wiederaufbau wurde nach Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus eine demokratische Erneuerung der Bildung begonnen. 1949 schließlich werden mit dem Erlass „Staatsbürgerliche Erziehung“ Ziele und Inhalte vorgegeben. Die „Erziehung zu treuen und tüchtigen Bürgern der Republik“ und die „Weckung und Pflege des österreichischen Heimat- und Kulturbewusstseins“ stehen im Vordergrund.

Gesellschaft und Demokratie entwickeln sich weiter und verlangen auch in der Bildung nach Reformen. Mit dem Grundsatzerlass „Politische Bildung in den Schulen“ (1978) erfolgt drei Jahrzehnte später eine Modernisierung. Er legt die Basis dafür, wie seither in österreichischen Schulen Politische Bildung unterrichtet wird: als „aktiver Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaft und zur Verwirklichung der Demokratie“.

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