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Schulbücher, Schulfreifahrt und andere Bildungsreformen

Die „Kreisky-Ära“ ist eine Zeit bedeutender Reformen – einige davon betreffen den Schulbereich und wirken bis heute.

Unter Bundeskanzler Bruno Kreisky setzt die SPÖ-Alleinregierung (1970-1983) einen Modernisierungsschub durch. Die absolute Mehrheit der Sozialistischen Partei Österreichs ab 1971 erleichtert die Umsetzung von Reformen.

Die Verkürzung der Wehrdienstzeit und die Schaffung des Zivildienstes, die Einführung des Mutter-Kind-Passes sowie die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs (Fristenlösung), die Gründung der Volksanwaltschaft, die Schaffung eines Umwelt- und Gesundheitsministeriums, die Änderung des österreichischen Strafrechts sowie des Familienrechts sind Beispiele für Reformen aus dieser Zeit. 1975 setzt die „Regierung Kreisky“ außerdem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden um.

Auch für Schulen und Universitäten gibt es Neuerungen: 1971 wird die kostenfreie Fahrt zur Schule („Schülerfreifahrt“) eingeführt und die „Abschaffung der Aufnahmeprüfung in die Allgemeine Höhere Schule“ (AHS) beschlossen. 1972 realisiert man das Gratisschulbuchsystem. Weiters beschließt der Nationalrat im selben Jahr das Ende der Studiengebühren für Studierende aus Österreich und aus Entwicklungsländern. Diese Reformen sind wichtige Meilensteine, die eine Öffnung der Bildungswege für sozial schwächere Gesellschaftsschichten ermöglichen.
Außerdem wird durch das Universitätsorganisationsgesetz 1975 eine Demokratisierung der Universitäten vorgenommen, die es u.a. Studierenden erlaubt, „in Entscheidungsprozesse eingebunden“ zu sein.

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