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Milchseen und Butterberge

In den frühen 1980er-Jahren erhöht sich die Produktivität der Landwirtschaft erheblich. 1984 wird die Milchquotenregelung eingeführt – und 2015 wieder abgeschafft.

Die Milchwirtschaft produziert Anfang der 1980er-Jahre immer mehr Milch und Butter. Die Folge ist eine Überproduktion. Die Überschussmengen werden von der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aufgekauft und gelagert. Diese enormen Lagerbestände werden oft als „Milchseen“ und „Butterberge“ bezeichnet.
1984 führt die EG schließlich eine Milchquotenregelung ein, um das Überangebot an Milch und Milchprodukten einzudämmen und den Marktpreis zu stabilisieren. Durch die Begrenzung des Angebots sollen nicht nur die Preise, sondern auch die Einkommen der Bäuerinnen und Bauern gesichert werden.

Am 1. April 2015 wird die Milchquotenregelung wieder abgeschafft. In Wien finden deswegen Protestaktionen der Milchbauern und Milchbäuerinnen statt. Vor dem Haus der Europäischen Union wird im März 2015 sogar ein „Milchsee“ aufgebaut (s. Foto).

In der Europäischen Union (EU) ist die Gemeinsame Agrarpolitik ein bedeutender Politikbereich: Die Ausgaben nehmen zwar ab, er ist aber mit einem hohen Anteil des EU-Haushalts (Budgets) ein finanziell gewichtiges Politikfeld.

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