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Europarat und Flüchtlingshilfe

Nach und nach findet Österreich wieder Zugang zu internationalen Organisationen. Der Beitritt zum Europarat im April 1956 ist ein wichtiger Schritt für die europäische Zusammenarbeit.

Nach der Aufnahme in die Vereinten Nationen 1955 ist im Jahr darauf der Beitritt zum Europarat ein entscheidender Meilenstein am Weg zur Integration (Eingliederung) in die internationale Staatengemeinschaft. Und obwohl Österreich ein kleines Land ist, kann es später mit Kurt Waldheim (Generalsekretär der Vereinten Nationen 1972-1981), Walter Schwimmer (Generalsekretär des Europarats 1999-2004), Gertrude Tumpel-Gugerell (Direktoriumsmitglied bei der Europäischen Zentralbank 2003-2011) und Christine Muttonen (Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE 2016-2017) Spitzenpositionen in internationalen Organisationen besetzen.
Außerdem wird die österreichische Bundeshauptstadt ein beliebter Standort für internationale Organisationen: In Wien befindet sich u.a. der Verwaltungssitz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), das Vienna International Centre der Vereinten Nationen (UNO-City) und seit 1995 der Sitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Im Herbst 1956 zeigt der Aufstand der ungarischen Bevölkerung gegen das kommunistische Regime und die dadurch ausgelöste Fluchtbewegung, dass Krisen und Konflikte in der Nachbarschaft Auswirkungen haben: Österreich nimmt ca. 200.000 Flüchtlinge auf, wovon jedoch nur rund 18.000 dauerhaft bleiben. Anfangs ist die Solidarität groß. Wegen Gerüchten und falscher Informationen schlägt die Stimmung später aber teilweise ins Gegenteil um.

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