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Zunehmende Breitenwirkung vom staatlichen Rundfunk und Fernsehen

1969 ist die Liveübertragung der Mondlandung ein internationales Medienereignis. Im Österreichischen Rundfunk (ORF) wird außerdem Anfang des Jahres das erste Farbfernsehprogramm ausgestrahlt.

Im Juli 1969 verfolgen weltweit viele Millionen Menschen die erste bemannte Mondlandung auf ihren Fernsehgeräten. Auch der ORF macht den Flug der US-amerikanischen Raumfahrtmission „Apollo 11“ zu einem Medienereignis und berichtet in einer über 28 Stunden dauernden Livesendung. Weitere Beispiele für Breitenwirkung, Bedeutung und Eventcharakter des Rundfunks sind die berühmte Wahlkampf-Fernsehduelle von Bruno Kreisky (SPÖ) mit den ÖVP-Politikern Josef Kaus (1970) und Josef Taus (1975) oder die Übertragungen des Eurovision Song Contest.

Ab 1957 wurden in Österreich TV-Sendungen regelmäßig ausgestrahlt. Am Beginn des Jahres 1969 gibt es dann erstmals eine Fernsehsendung in Farbe. Die erste Sendung ist das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das heute weltweit in über 90 Ländern ausgestrahlt wird.
In den Jahren zuvor wurden neben der technischen Weiterentwicklung des Rundfunks auch strukturelle Veränderungen durchgeführt: Im ersten Volksbegehren der Zweiten Republik im Oktober 1964 fordern mehr als 800.000 Österreicherinnen und Österreicher eine Reform, die den Einfluss politischer Parteien auf den öffentlichen Rundfunk verringern soll. Schließlich tritt 1967 ein neues Rundfunkgesetz in Kraft.
Infolge gibt es auch weitreichende Neuerung für den Hörfunk: Es werden drei vollwertige Sender geschaffen (Ö1, Ö-Regional und Ö3) und es entstehen neue, unabhängigere Nachrichtensendungen wie die bis heute laufenden Ö1-Journale.

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