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Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen

Diese medienwirksame Sportveranstaltung soll obdachlosen Menschen eine Rückkehr in die Mitte der Gesellschaft ermöglichen und ein Mittel zur Armutsbekämpfung sein.

Die erste Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen (Homeless World Cup – HWC) findet in Graz (Steiermark), der europäischen Kulturhauptstadt, 2003 statt. Das Turnier am Grazer Hauptplatz wird vor rund 20.000 ZuschauerInnen ausgetragen. Das österreichische Team gewinnt diesen Wettbewerb.

Nicht nur Obdachlose, auch Flüchtlinge und Personen mit Alkohol- oder Suchtproblemen nehmen an der seit 2003 jährlich stattfindenden Sportveranstaltung teil. Diese Straßenfußball-WM, bei der die Teams jedes Jahr neu zusammengestellt werden, kann das Selbstbewusstsein und die Lebensfreude der Betroffenen steigern. Menschen, die sozial ausgegrenzt sind, erleben durch die Teilnahme Anerkennung und haben ein positives Erlebnis. Die Aufnahme oder Wiedereingliederung in die Gesellschaft (Integration) und die Verbesserung der Lebenssituation werden unterstützt, die Armutsbekämpfung ist dabei ein zentrales Anliegen.
Armut war und ist eine immer wieder aufkommende Herausforderung in unserer Gesellschaft. Auch die aktuellen Zahlen der Armutsstatistik untermauern die Bedeutung von Gegenstrategien wie dem Homeless World Cup.

2011 wird bei der Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen erstmals ein Damenbewerb ausgetragen. Seit 2016 gibt es auch in Österreich ein eigenes Frauen-Homeless-World-Cup-Nationalteam. Das „European Street Football Festival 2018“ bringt den Wettbewerb 15 Jahre nach seiner Gründung nach Graz zurück.

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