Armut

In vielen Ländern der Erde leben Menschen in Armut. Das heißt, dass sie sich die nötigen Güter des täglichen Lebens nicht oder nur unter sehr schwierigen Bedingungen besorgen können. Auch in reichen Ländern wie Österreich leben Menschen in Armut. Bei uns verhungert zwar niemand, aber für viele Menschen ist eine Teilhabe am öffentlichen Leben nur schwer möglich und sie müssen sich in ihren privaten Ausgaben sehr einschränken. Viele können es sich z.B. nicht leisten, einmal pro Monat ins Kino oder in ein Konzert zu gehen oder in einem Gasthaus zu essen.
Armut wird unterschiedlich gemessen: Allgemein geht man davon aus, dass eine Armutsgefährdung vorliegt, wenn jemand weniger als die Hälfte des jeweiligen (bei uns des österreichischen) Durchschnittseinkommens verdient. Eine andere Methode der Feststellung von Armut ist die Warenkorb-Methode: Dabei wird festgelegt, welche Güter zu einem durchschnittlichen Haushalt gehören. Dazu zählen z.B. ein Fernsehapparat, ein Handy oder ein Bügeleisen. Wer sich diese Güter nicht kaufen kann, weil er oder sie zu wenig Geld hat, gilt als armutsgefährdet. Studien gehen davon aus, dass in Österreich über eine Million Menschen armutsgefährdet sind.