Asyl

Asylia (griechisch) heißt Unverletzlichkeit; asylaios bedeutet Zuflucht gewährend.
Wer in einem Land z.B. auf Grund seiner Herkunft, seiner Religion oder seiner politischen Überzeugung verfolgt wird, hat das Recht, in einem anderen Land als seinem Heimatland um Asyl anzusuchen. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht, und viele Verfolgte suchen in anderen Ländern um Asyl an.
Das Ansuchen bedeutet aber nicht, dass diesen Menschen auch Asyl gewährt wird. Die einzelnen Länder überprüfen die Asylansuchen genau. Die konkreten Bestimmungen zur Asylgewährung sind dabei von Land zu Land unterschiedlich. Nur ein geringer Anteil aller Asylsuchenden bekommt auch tatsächlich Asyl, bei der überwiegenden Mehrheit der AsylwerberInnen kommt es nach Ablauf des Asylverfahrens zur Abschiebung.
Für einen Asylantrag ist die Drittlandklausel von Bedeutung: Als Drittland bezeichnet man ein Land, in dem jemand sicher und vor Verfolgung geschützt ist. Asylsuchende müssen im ersten sicheren Land außerhalb ihres Heimatlandes um Asyl ansuchen. Wenn jemand also aus seinem Heimatland über Ungarn nach Österreich kommt, kann diese Person nicht in Österreich um Asyl ansuchen, sondern muss dies in Ungarn tun.