Frauenquote

In vielen Institutionen sind deutlich weniger Frauen als Männer vertreten, obwohl Frauen mehr als 50 % der Gesamtbevölkerung stellen. Es gab bisher in Österreich noch keine Bundespräsidentin und keine Bundeskanzlerin. Es gibt nur ganz wenige Bürgermeisterinnen in Österreich, und in den Gemeinderäten sitzen weitaus mehr Männer als Frauen. Im österreichischen Parlament ist im Jahr 2016 – fast 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts – knapp ein Drittel der Abgeordneten weiblich.
Eine Möglichkeit, dies zu ändern, sind Frauenquoten. Eine Frauenquote (oder Zielquote) können z.B. politische Parteien festlegen. Sie können ihre Listen so erstellen, dass nicht nur Männer, sondern auch Frauen als Abgeordnete in Parlamente einziehen, z.B. durch das Reißverschlusssystem: Auf einer entsprechenden Liste werden dabei immer abwechselnd Männer und Frauen gereiht. So wird gewährleistet, dass beide Geschlechter gleichmäßig zum Zug kommen.
Im öffentlichen Dienst wird durch positive Diskriminierung versucht, diese Quoten umzusetzen (Frauenbewegung). Quoten festzulegen ist keine gesetzliche Verpflichtung, sondern geschieht freiwillig.