Bevölkerungsentwicklung

Die natürliche Bevölkerungsentwicklung beschreibt die Änderung der Bevölkerungszahl. Sie errechnet sich aus der Differenz zwischen Geburtenrate und Sterberate. Betrachtet man die Bevölkerungsentwicklung eines bestimmten Landes, kommt noch die Differenz zwischen Zu- und Abwanderungen (das nennt man auch Migrationssaldo) dazu.
Die Bevölkerung eines Landes kann entweder wachsen, gleich bleiben oder abnehmen. Insgesamt nimmt die Weltbevölkerung ständig zu. Diese Zunahme bezeichnet man als Bevölkerungswachstum. Die Wissenschaft, die sich mit all diesen Entwicklungen befasst, heißt Demografie.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben auf der Erde über 7 Milliarden Menschen, um 2050 könnten es mehr als 9 Milliarden sein.
Die bevölkerungsreichsten Länder der Welt sind China und Indien, wo jeweils mehr als eine Milliarde Menschen leben (also etwa 150-mal so viele wie in Österreich).
Generell ist das Bevölkerungswachstum in ärmeren Ländern wesentlich höher als in reicheren Ländern. Vor allem in ärmeren, geburtenreichen Ländern wird es zunehmend schwieriger, die Bevölkerung zu versorgen. Deswegen werden in diesen Ländern Programme zur Geburtenregelung umgesetzt.
In vielen Industrieländern (auch in Österreich) werden gleichzeitig relativ wenige Kinder geboren, d.h., dass der Generationenvertrag brüchig wird: Es gibt dort immer mehr ältere Menschen, die nicht mehr im Arbeitsprozess stehen, und immer weniger jüngere Menschen, die im Arbeitsprozess stehen und zur Finanzierung von Pensionen und Gesundheitssystem beitragen können.